Ein dänisches Festival hat drei Zelte für die Gesprächigen gebaut

Fanø Vesterland ist ein zweitägiges Musikfestival auf der dänischen Insel Fanø, und die Veranstalter haben ein Problem, das sie selbst riesig nennen: Es wird geredet, während die Musik spielt. Viele Gäste sind Inselbewohner, die nach Hause kommen und einander viel zu erzählen haben. Erzählt wird vor den Bühnen. Kampagnen und Appelle der Moderatoren haben nichts geändert.

Also baute das Festival im vergangenen Jahr ein Rede-Zelt — ein Gewächshaus, in dem die Gäste reden dürfen, so viel sie wollen. Es kam so gut an, dass in diesem Jahr, am 4. und 5. September, drei davon standen, dazu größere Bereiche ganz ohne Musik. Gründer und Direktor Jesper Møller versteht das nicht als Verbot, sondern als Ort: Es gibt eine Stelle, an der man sitzen und reden darf.

Also…:

Wo könntest du dem Verhalten Raum geben, das du ständig abstellen willst?

Quelle:

dr.dk

Bild:

Fanø Vesterland (Presse) // Emil Nørgaard