Immer mehr Menschen entscheiden sich dafür, ihre eigene Beerdigung zu feiern, solange sie noch dabei sein können. Mal „lebende Beerdigung“, „living wake“ oder „Vor-Beerdigung“ genannt, bringt das Treffen Familie und Freunde zusammen, um ein Leben mit der Person selbst im Mittelpunkt zu würdigen — oft nach einer unheilbaren Diagnose, manchmal als bewusste Entscheidung. Die Washington Post beschrieb kürzlich eine Frau, die über hundert Gäste zu einer dreitägigen Feier mit Livemusik, Tanz und gemeinsamer Meditation einlud. Es gibt keine Regeln: ein Grillfest im Garten zählt so viel wie eine formelle Zeremonie.
Bemerkenswert ist die Umkehrung. Das Ritual wandert vom Nach dem Tod ins Davor — Trauer wird zu etwas, das man von Angesicht zu Angesicht teilt, statt es zu verpassen. Umfragen deuten auf einen Generationeneffekt hin; etwa die Hälfte der jüngeren Erwachsenen wünscht sich selbst eine. Wenn mehr Menschen ihr eigenes Ende gestalten wollen, wird der Abschied zu einem Moment, den man ausrichtet, solange man ihn noch genießen kann.
Also…:
Wo könntest du einen Moment, den deine Kunden erst im Nachhinein schätzen, dorthin verlegen, wo sie noch dabei sein können?
Quelle: washingtonpost.com
Bild: Carlos Adampol Galindo / Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.0)