Der Tech-Unternehmer Bryan Johnson, der eine öffentliche Marke darum aufgebaut hat, sein eigenes Altern zu verlangsamen, sagt, er habe 60 hyperbare Sauerstoffsitzungen in 90 Tagen absolviert und die Biomarker veröffentlicht, die sich seiner Behauptung nach verbesserten — von Entzündung bis Telomerlänge. Ob die Zahlen stimmen oder nicht, bemerkenswert ist das Format: ein Mensch, der seinen Körper als offenes, dokumentiertes Experiment führt und das Protokoll zu Content macht.
Es zeigt, wie weit sich Selbstoptimierung von der Klinik entfernt hat. Behandlungen, die einst der Wundheilung oder Tauchmedizin vorbehalten waren, werden zu Verbraucher-Anti-Aging umgedeutet, mit einem Publikum, das mitverfolgt. Die Behauptungen bleiben unbelegt, und die hyperbare Therapie birgt echte Risiken; das Zeichen ist weniger der Sauerstoff selbst als die Verbreitung einer ‘miss alles, optimiere alles’-Haltung.
Also…:
Selbstoptimierung wird zu Content. Wo verläuft die Grenze zwischen Inspirieren und dem, sich selbst — oder andere — zu Testpersonen zu machen?
Quelle: BoxLife / Bryan Johnson (Instagram). Bild: Mark.murphy / Wikimedia Commons (Public domain).