Unicef-Chefin: Die Kindheit braucht mehr Chaos und Unordnung

In einer Kronik in der dänischen Tageszeitung Politiken argumentieren der Vorsitzende der International Play Association Dänemark und die Generalsekretärin von UNICEF Dänemark, die Kindheit brauche ‚etwas mehr Chaos und Unordnung.‘ Ihr Punkt: Bis vor Kurzem war Kindheit von der Freiheit geprägt, die Welt durch Ausprobieren zu entdecken; in den letzten Jahrzehnten hat wohlmeinender Schutz diese Freiheit Stück für Stück genommen. Kinder, schreiben sie, werden nicht robust, indem man sie von der Welt abschirmt, sondern indem sie sie mit anderen erfahren dürfen.

Interessant ist, wer das sagt. Der Ruf nach Risiko, Unordnung und unbeaufsichtigter Erfahrung kommt nicht von Querdenkern, sondern von den Institutionen, die für das Wohl der Kinder zuständig sind — mitten in einer Debatte über das Unwohlsein der Jungen. Wenn UNICEF für weniger Abschirmung argumentiert, dreht sich das Pendel der behütenden Elternschaft sichtbar; Resilienz wird zu etwas, das Kinder aufbauen — nicht etwas, das Erwachsene installieren.

Also…:
Wo könnte weniger Schutz — nicht mehr — das sein, was das Selbstvertrauen deiner Nutzer wirklich aufbaut?

Quelle:

politiken.dk

Bild:

Spider.Dog / Wikimedia Commons (CC BY 2.0)