Eine Pflegehelferin kaufte und kochte die Wochenendmahlzeiten einer Demenzstation selbst

An einem Freitagabend stellte das Personal im Pflegeheim Niklagården in Älmhult in Südschweden fest, dass für Samstag und Sonntag weder Mittag- noch Abendessen da waren. Die Pflegehelferin Erdina Glavas suchte das Essen auf den anderen Stationen, ohne es zu finden. Es war Viertel vor sechs. Sie rief die Großküche der Kommune an, doch niemand ging ran, und auch die Bereitschaftsleitung konnte nicht weiterhelfen. Gemeinsam mit ihrer Leiterin machte sie daraufhin einen Plan.

Sie fuhr mit dem eigenen Auto zum Ica Maxi, kaufte das Essen für das ganze Wochenende von ihrem eigenen Geld und briet Hähnchen in der kleinen Küche der Station, während Kolleginnen Kartoffeln schälten. Zugleich musste das Personal aufpassen, denn die Bewohnerinnen und Bewohner mit Demenz folgten dem Geruch in eine Küche, in der nun heiße Platten, ein Ofen und scharfe Messer standen. Hinterher bedankten sich Kolleginnen wie Vorgesetzte. Die Kommune untersucht, warum das Essen nie kam, und das Personal hat eine Lex-Sarah-Meldung gemacht, die schwedische Pflicht, Missstände in der Pflege zu melden.

Also…:

Was funktioniert an deinem Arbeitsplatz nur, weil jemand still dafür bezahlt?

Quelle:

arbetet.se

Bild:

flickr.com // Jamal Fanaian (CC BY 2.0)