Eine Coworking-Marke macht das Büro zum Members‘ Club

MESH, eine nordische Start-up-Community mit Hubs in Oslo, Kopenhagen und Trondheim, verkauft ihren Kopenhagener Raum weniger als Büro denn als privaten Members‘ Club. Die Standorte — Matrikel1 und Founders House — betten Schreibtische und Besprechungsräume in ein historisches Gebäude mit Bar, Café und Lounge ein, und die Mitgliedschaft wird über Zugang und Zugehörigkeit verkauft. Über ihre Hubs zählt MESH Tausende Mitglieder und Unternehmen und richtet weit über tausend Events im Jahr aus.

Interessant ist die Neudeutung von Arbeit. Der Schreibtisch ist nicht mehr das Produkt; der Club ist es. Wo Coworking einst günstigen, flexiblen Raum verkaufte, geht es nun darum, Mitgliedschaft, Atmosphäre und eine Gemeinschaft zu verkaufen, zu der man gehören will — dieselbe ‚dritter Ort‘-Logik wie in Fitnessstudios und im Handel. Wenn Homeoffice den Grund aushöhlt, das Haus zu verlassen, gewinnen die Arbeitsorte, die man wegen der Gesellschaft wählt, nicht wegen des Stuhls.

Also…:
Was würde Menschen deinen Raum wegen der Leute wählen lassen, nicht nur wegen der Ausstattung?

Quelle: meshcommunity.com
Bild: Davidmoerike / Wikimedia Commons (CC0)