Am 12. August stimmte der Stadtrat von Seattle mit 8 zu 0 dafür, die sogenannten Junk Fees bei Mietwohnungen abzuschaffen: Verwaltungsgebühr, Haustiermiete und Paketgebühr fallen aus dem Mietverhältnis heraus. Die zweite Hälfte des Gesetzes wiegt ebenso schwer. Vermieter müssen künftig jede verpflichtende und jede optionale Gebühr vorab im Inserat oder in der Anzeige nennen, damit der Preis, den ein Mieter sieht, auch der Preis ist, den er zahlt. Ein begrenzter Satz von Entgelten bleibt: Prüfgebühr, Einzugsgebühr, Nebenkosten, Kautionen für Schäden und Haustiere sowie Entgelte für einen verlorenen Schlüssel oder eine zugefallene Tür.
Bürgermeisterin Katie Wilson schickte den Entwurf Anfang Juli an den Stadtrat, nach Monaten mit Mieterbefragungen, Zuhörrunden und Gesprächen mit Vermietern und Bauträgern; Stadtratsmitglied Dionne Foster brachte ihn durch. Das Verbot gilt erst ab dem 1. Juli 2027 — der Markt hat also knapp ein Jahr, um seine Inserate umzuschreiben.
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commons.wikimedia.org // Joe Mabel (CC BY-SA 3.0)